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Der Event Trend Report 2020

Wer erfolgreiche Events veranstalten will, darf diese Entwicklung nicht verpassen.

Eigentlich begann alles damit, dass wir das Know-How unseres Teams verbessern wollten. Nun beobachten wir seit mehr als drei Jahren den internationalen Event-Markt und erkennen dadurch welche Event-Trends und Themen die Branche bewegen. Neben Besuchen bei Messen und Kongressen und durch die Betreuung von Diplomarbeiten arbeiten wir auch mit den größten Event-Bloggern und Magazinen weltweit zusammen, um Eventphänomene und Veränderungen noch schneller zu erfassen. Welche Trends 2020 komplett verändern werden und warum es Live Marketing in Zukunft nur mehr als Digital Live Marketing geben wird, verraten wir in diesem Event Trend Report.

Thomas Kenyeri

CVO - Chief Visionary Officer - SPLESCH GROUP

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#1 SOCIAL VR

Seit Jahren wird bei der Organisation von Events auf jene Menschen vergessen, die eigentlich die größte Zielgruppe darstellen: Die Menschen, die beim Event gar nicht dabei sind. Mittlerweile ist es so, dass jeder Teilnehmer bei einem Event zum Journalisten oder Streamingdienst wird, da viele Informationen und Eindrücke über die verschiedenen Social Media Kanäle verbreitet werden. Via Live-Stories oder Livestream können Freunde und Kontakte des Gasts indirekt vor Ort beim Event live dabei sein. Warum solche Situationen nicht ausnutzen und selbst zum Streamer werden und dafür eigene Tickets verkaufen? Ein ganz neuer Trend geht in die Richtung, dass man sich mit seinen Freunden in einem virtuellen Raum via VR Brille trifft und dort gemeinsam z.B. einen Film oder ein Fußballmatch schaut. So kann man mit seinen Freunden virtuell plaudern und gemeinsam bei einem Event dabei sein, auch wenn man sich an verschiedenen realen Orten befindet. Vorreiter im Bereich Epic Live ist die Salin: www.salin.co.kr

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#2 FOOD FASHION

Essen bei Events ist schon lange nicht nur mehr Nahrungsaufnahme, es ist viel mehr zu einem Lifestyle geworden. Immer öfter steht auch ein Foodblogger oder ein konkretes Speisenthema im Vordergrund und nicht das Catering-Unternehmen. So sind Essenskonzepte wie Paleo, Clean Eating, vegane Gerichte, gluten- und laktosefreie Speisen nicht mehr aus dem Cateringkonzept wegzudenken. Neu dazugekommen ist das Thema DNA-basierende Ernährung, das in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Speisen werden noch individueller und der Involvement-Grad des Gastes wird immer höher. So wird in Zukunft beim Catering die Speise für jeden Gast individuell finalisiert, um etwaige persönliche Unverträglichkeiten zu vermeiden.

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#3 SLOW FOOD

Ernährung macht Menschen kognitiv und physisch leistungsfähiger. Das hat man schon vor Jahren erkannt, als die ersten Brainfood-Konzepte auf dem Markt gekommen sind. Doch nun geht man einen Schritt weiter: Essen ist eine Ritual- und Kommunikationsplattform. Menschen lieben es, gemütlich zu essen, gemeinsam zu kochen, dabei ein wenig zu plaudern und über Themen zu diskutieren. Viele Meeting- und Kongress-Veranstalter machen noch immer den Fehler, zu wenig Zeit für Pausen einzuplanen. Doch genau dort entsteht der größte Nutzen für die Teilnehmer: Netzwerken und über die gehörten Vorträge zu diskutieren. Im Trend liegt auch, Buffets als Kommunikationsplattform zu nutzen, z.B. durch digitale Buffetschilder oder QR Codes mit den Rezepten neben den Speisen.

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#4 PHYGITAL

Gleichzeitig physisch und digital anwesend

Das Digitale ist wie Luft. Es ist einfach vorhanden, nicht sichtbar, nicht spürbar, aber trotzdem wäre ohne digitale Infrastruktur fast gar nichts mehr möglich.

Durch Smartphones sind Menschen permanent mit dem Internet verbunden und dadurch digital anwesend. Sie machen Bilder, teilen Standort- informationen, geben Feedback oder teilen Informationen via WhatsApp. Gleichzeitig ist der Mensch aber physisch anwesend, hat Grundbedürfnisse, will Smalltalk führen oder Menschen kennen lernen. Für Eventveranstalter ist es deshalb wichtig, immer in zwei Dimensionen zu denken, nämlich: Welches Erlebnis hat der TeilnehmerInnen direkt beim Event und wie kann ich kann ich den Teilnehmer durch digitale Hilfsmittel unterstützen, den Event so einfach und erlebnisreich wie möglich zu gestalten. Durch RFID Technologien können Gäste nicht nur getracked werden, sie können aktiv Teil des Events werden. z.B. durch Steuerung von Tools wie Fotoboxen, oder Licht- und Video Einspielungen usw. Übrigens werden auch alle klassischen Eventtools immer digitaler, so kommen bei der klassischen Fotobox nicht mehr gedruckte Fotos raus, dafür erscheint via QR Code das Foto direkt am Handy und kann dadurch auch ganz einfach in den sozialen Netzwerken geteilt werden.
Mehr Infos und eine Auswahl von über 20 digitalen Fotoboxen finden Sie auf: www.kesch.digital

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#5 SMART EVENTS

Digitale Touchpoints beim Event

So wie bei allen großen Digitalisierungsprozessen ist eine zentrale Datenbank bzw. ein professionelles CRM System auch in der Eventbranche ein wesentliches Arbeitstool. Dort laufen alle Informationen und Daten zusammen. Bei Events wird in Zukunft alles SMART: Beginnend vom interaktiven digitalen Einladungsmanagement, dem Check-In via Gesichtserkennung, der Zutrittssteuerung via SMART Badge, der Gestensteuerung für Feedbacks bis hin zu personalisierten Infos am Screen durch Gesichtserkennung. Mixed Reality wird das absolute Thema in den nächsten Jahren, wenn die ersten Smart Glasses auf den Markt kommen. Dann sind AR Friend Finder, AR Location Finder oder digitale Hosts bei der Eventplanung nicht mehr wegzudenken.

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#6 CLEAN EVENTS

Der Weg zur ethischen Eventplanung

Der persönliche Konsum ist den Menschen sehr wichtig. Was vor ca. zehn Jahren mit dem Thema Green Events begonnen hat, geht jetzt in die nächste Dimension. Es reicht nicht mehr, einfach zu sagen: Wir sind ein Green Event. Viel mehr interessiert die Menschen, wie Events im Hintergrund tatsächlich organisiert werden. Menschen bewerten Events nach moralischen Gesichtspunkten. Wird der Event fair und emissionsfrei organisiert und produziert? Generell ist das Thema Nachhaltigkeit nicht mehr aus der Eventplanung wegzudenken, besonders in Bezug auf Müll. In diesem Bereich geht es noch einen Schritt weiter in Richtung Zero Waste Events. Die Herausforderung ist: Wie schaffe ich es, bei meinem Event nicht nur Müll korrekt zu sammeln, sondern wie schaffe ich es, überhaupt gleich auf Müll zu verzichten bzw. diesen ganz zu vermeiden. Beispiele dafür sind z.B. die Tafelbox in Wien.

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#7 CUSTOMISATION EVENTS

Der Mensch als Individuum

Der Mensch ist ein Individuum und will deshalb auch individuell behandelt werden. Das muss man immer mehr auch bei der Eventplanung berücksichtigen. Der Gast muss die Möglichkeit haben, seinen Event persönlich zusammenstellen zu können. Dies beginnt z.B. beim Raumsetting. Durch unterschiedliche Bestuhlungsvarianten kann der Gast wählen, wo und wie er sitzen mag. Bei einer Konferenz wird dem Gast auf Grundlage seines Nutzerverhaltens ein individueller Timetable zusammengestellt. Auch im Catering ist Individualisierung ein großes Thema. Dies löst man z.B.durch „Shaking Salat“ Stations, „Pimp your Burger“ Stations oder „Pimp your Prosecco“ Stations – so kann sich jeder aktiv nach seinen Vorlieben seine Speisen und Getränke selbst zusammenstellen.

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#8 PERSONAL BRANDING

Der Mensch als Marke

Menschen sind heutzutage Marken und so wollen sie sich auch präsentieren. Viele Gäste eines Events haben ein eigenes Instagram Profil oder einen eigenen Instafilter, sie betreiben eigene Channels und Blogs. Diese Vorlieben muss man in der Eventplanung berücksichtigen und daran denken: Was will der Gast posten? Wie kann sich der Gast in Szene setzen? Was bedeutet das für meine Event-Sponsoren? Denken Sie daran, dass der Gast das Buffet, die Bühne, das Programm, die Side-Events usw. fotografieren und filmen und sofort ins Netz stellen wird. Platzieren Sie an neuralgischen Punkten Ihr Veranstaltungslogo und kreative Inszenierungen, um auf Bildern und Videos immer mittransportiert zu werden. So lenken Sie den Fokus der Gäste dort hin, wo sie ihn platziert haben wollen und nicht, wie es der Gast entscheidet.

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#9 EVENT DESIGN

Empathische Eventplanung

Seit Jahren macht man sich Gedanken, wie man richtig einen Event plant. Dabei gibt es verschiedene Ansätze und Modelle. Absolut im Trend liegt die Eventplanung über die soganannte „Empathie Map“. Dabei beginnt man mit der Analyse der Stakeholder eines Events. Was ist deren Ausgangsverhalten vor dem Event und wie ist ihr Verhalten danach? Welche Wünsche, Ängste, Sorgen und Erwartungen haben die Stakeholder und welche Selbstverpflichtung und Gegenleistung erwarten sie sich? Erst danach beginnt man zu analysieren, welche Touchpoints der Gast mit der Organisation hat. Anhand dieser Touchpoints werden Prototypen erstellt, danach erfolgt die finale Eventplanung.
Weitere Infos dazu: edco.global

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#10 MEETING DESIGN

Eine Keynote folgt der nächsten und dann 30 Minuten Pause – dieses Format ist tot! Bei der größten weltweiten Marktforschung (IMEX 2019) unter Kongressteilnehmern hat sich gezeigt: Der Hauptgrund für den Kongressbesuch ist nicht die Weiterbildung, sondern das Netzwerken. Doch genau bei diesem Aspekt werden seitens Veranstalter die meisten Fehler gemacht. Gäste müssen lange Pausen ermöglicht werden, um sich mit anderen Teilnehmern, Vortragenden oder Ausstellern austauschen zu können. Generell erfolgt der Wissenstransfer in immer kürzerer Zeitspanne. Menschen können nicht länger als zehn Minuten aufmerksam sein. Um Inhalte zu transportieren, wäre es sinnvoller, mehrere Keynotes mit nur ein oder zwei Kernbotschaften anzubieten, als lange Vorträge. Nutzen Sie auch neue Formate wie Pecha Kucha, World Cafe oder Campfires, um Wissen zu transportieren. Generell geht der Trend weg von Keynotes hin zu Workshops – dem Erarbeiten der Inhalte in Kleingruppen. Durch den Einsatz von Event Apps kann die Interaktion zwischen Organisation und Teilnehmer stark gefördert werden. So können Teilnehmer direkt in der Präsentation durch Direct Polls eingebunden werden oder via Gamification zu kleinen Quizrunden oder Feedbacks animiert werden. Durch den GamificationAnsatz kann generell die Kommunikation am Event unter den den Teilnehmern, aber auch zwischen Teilnehmer, Sponsoren und Ausstellern gefördert werden.

 

HIER GIBT ES DEN EVENT TREND REPORT 2020 ZUM DOWNLOADEN